Schon am Morgen wurde die Kirche von fröhlichen Kinderstimmen erfüllt: Bei der Chorprobe unter der Leitung von Steffi Schulze wuchs aus einzelnen Stimmen ein
beeindruckender Klangkörper. Begleitet wurden die Kinder dabei von Jonas am Schlagzeug, Jacob am Horn, Hannah am Saxofon und Bruder Tino Vollant am Klavier.
Nach einer kleinen Erfrischungspause mit kühlen Getränken begann der Gottesdienst. An der Orgel sorgte Bruder Heiko Schultze für musikalische Höhepunkte, während Priester Tobias Nettke mit der Gemeinde den Gottesdienst feierte und durch die Liturgie führte.
Gemeinsam sangen wir das Eingangslied „Ein Gärtner geht im Garten“ und dankten im Eingangsgebet für den Regen, der den Pflanzen gutgetan hat. Im Mittelpunkt stand das Textwort aus 1. Mose 1, 31: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ Passend dazu erklang das Kindertagslied „Sehr gut – deine Schöpfung ist einzigartig“, das daran erinnert, wie wertvoll alles ist, was Gott geschaffen hat.
Priester Nettke lenkte in seiner Predigt unseren Blick auf den Anfang der Bibel. Dort erfahren wir, wie Gott Licht und Dunkelheit, Land und Wasser, Pflanzen, Sonne, Mond und Sterne, Tiere und schließlich den Menschen geschaffen hat. Die Kinder brachten selbstgezogene Pflanzen mit, die symbolisch dafür standen, dass alles – ob groß oder klein – seinen Platz in der Schöpfung hat. Dabei gab es auch knifflige Fragen zu beantworten: „Hat Gott denn auch die Vulkane und die Erdbeben erschaffen? Und Gewitter und Regen? Was ist mit den so furchtbar brennenden Brennnesseln? Hat er denn nicht nur die hübschen Vögel oder süßen Haustiere erschaffen, sondern auch die Spinnen und Schlangen?“
Von den Kindern gestaltete Plakate zu den sieben Schöpfungstagen halfen, die Reihenfolge und Bedeutung dieser Tage zu veranschaulichen. Dabei wurde deutlich: Auch wenn manche Tiere und Pflanzen für uns vielleicht zunächst nicht nützlich erscheinen, gehören sie doch zur Vielfalt und Schönheit der Schöpfung.
Besonders berührend war der Gedanke, dass wir Menschen – so wie wir sind – sehr gut gemacht sind. Gott hat uns so gewollt, mit all unseren Stärken und Schwächen. In einer kleinen Übung haben die Kinder sich gegenseitig angesehen und sich zugesprochen: „Du bist sehr gut!“ Eine wichtige Erinnerung daran, dass wir trotz Fehlern und schwierigen Momenten von Gott geliebt sind.
Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Liedern wie „Dass du da bist“ und „Gott ist da“, die für eine besondere Atmosphäre sorgten. Bezirksevangelist Olaf
Schönicke und Priester Tobias Pröchtel ergänzten den Gottesdienst mit Predigtbeiträgen und vertieften den Gedanken, dass jeder Mensch einzigartig sei – wie ein Fingerabdruck, den es nur einmal gibt. Doch diese Einzigartigkeit soll nicht trennen, sondern dazu führen, Gemeinschaft zu leben und miteinander füreinander da zu sein.
Zur Buße sang die Gemeinde „Wenn der Heiland“, verbunden mit dem Gebet des Dankes dafür, dass Gott uns immer liebt, auch wenn wir Fehler machen. Es folgte das Heilige Abendmahl, musikalisch begleitet von „Gott ist die Liebe“ und anschließend von „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“.
Im abschließenden Gebet dankten wir Gott, dass er uns daran erinnert hat, wie wertvoll jedes Geschöpf ist. Wir baten um Kraft für die richtigen Entscheidungen und für das Wohlergehen von allen Kinder und Familien auf der ganzen Welt, wo sie sich auch befinden mögen. Zum Schluss stimmten alle gemeinsam „Laudato Si“ an, das mit Schlagzeug begleitet wurde und noch einmal für richtig gute Stimmung sorgte.
Als Erinnerung daran, wie wertvoll unsere Erde ist, bekam jedes Kind einen Globus als Schlüsselanhänger, ein Pflanzenschild und Blumensamen mit nach Hause. Zum Mittagessen gab es leckere Pizza und viele mitgebrachte Snacks, Salate und diverse Kuchen. Danach starteten die Kinder einen Stationenlauf. In sieben thematischen Stationen, angelehnt an die sieben Schöpfungstage, konnten die Kinder die Schöpfungsgeschichte auf vielfältige Weise erleben. Sie konnten Tiernamen pantomimisch darstellen und erraten, bei der Wettermassage spüren, wie sich Regen, Hagel oder Sonne anfühlen, und beim Flussüberquerungsspiel Teamgeist beweisen. Beim Bemalen von Steinen und Suchbilderrätseln war Kreativität gefragt, während das Tag- und Nachtspiel zeigte, wie spannend es sein kann, Dinge nur mit den Händen zu ertasten. Besonders beliebt war auch das Basteln von Insektenhotels, ein praktischer Beitrag zum Schutz kleiner Tiere. Schließlich durften die Kinder in selbstgebastelten Töpfen Samen aussäen oder Saatbomben gestalten, um später ein Stück Schöpfung bei sich zu Hause zum Blühen zu bringen.
Es war ein Tag voller Freude, Gemeinschaft und tiefer Gedanken darüber, wie gut und wertvoll alles ist, was Gott geschaffen hat – und dass wir selbst ein Teil davon sind. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!
Neuapostolische Kirche